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Mannes Bierstadel feiert in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag

Der Bierstadel von Manfred Hämmerle ist eine Sindelfinger Institution: Im April 1981 hat der 56 Jahre alte Manfred Hämmerle, von den meisten Manne genannt, sein Restaurant in der Pfarrwiesenallee 16 eröffnet. Der Bierstadel feiert mithin seinen 35. Geburtstag. Manfred Hämmerle ist ein Stück weit stolz darauf, was er geleistet hat. „Ich denke, wir haben das Bestmögliche daraus gemacht“, sagt er, wenn er die vergangenen drei Jahrzehnte Revue passieren lässt.

Ein Blick zurück: Es war das Jahr 1980, als Manfred Hämmerle einen Telefonanruf von Salvatore Cremona erhielt. Der Italiener führte den Rauchfang und parallel dazu auch den Bierstadel. Der Erfolg war mehr als bescheiden. „Salvatore hat mich gefragt, ob der Bierstadel etwas für mich sein könnte“, erzählt Hämmerle. „Es gab 30 andere Mitstreiter, ich war der Jüngste und dachte nicht, dass ich den Zuschlag erhalten werde“, sagt Manne Hämmerle, der dann aber tatsächlich den Zuschlag erhielt.

Das erste halbe Jahr lief zufriedenstellend, viele Gäste kamen aus Neugier in das Restaurant. „Ich dachte, ich mache ein Jahr voll, damit es nicht so blöd aussieht, und dann gebe ich das Haus wieder ab“, sagt Hämmerle. Da gab es aber die Neider in der Stadt und diejenigen, die nur darauf gewartet haben, dass der 56-Jährige mit seinem Restaurant Schiffbruch erleidet. „So habe ich angefangen richtig zu kämpfen und mir gedacht, denen zeige ich es“, schildert Hämmerle seinen damaligen Gemütszustand. Es seien harte Jahre gewesen, in denen er sehr, sehr viel gearbeitet, in denen er aber auch der Bierstadel zunehmend zu einer festen Größe der Sindelfinger Gastronomie gemacht hat. „Ich denke, ich habe etwa zehn Jahre benötigt, ehe der Bierstadel etabliert war“, sagt Hämmerle, der im ersten Jahrzehnt Schritt für Schritt seinen Biergarten erweiterte und einen Catering-Service als zweites Standbein aufbaute.

Die Highlights im Catering

Das dreitägige Sindelfinger Feuerwehrfest im Jahr 2008 war die wohl größte Herausforderung.

Internationales Flair und Formel 1-Rennsportatmosphäre schnupperte Hämmerle beim Catering im Camp vom Williams-Team in Portugal und bekommt heute noch leuchtende Augen beim Erzählen.

„Die für mich erfolgreichste Aufgabe war aber 2006 die Grillparty von Mercedes auf dem Dach des Berliner Congresscentrums, denn Deutschland wurde ‚Dritter‘ bei der Fußball-WM“, erinnert sich der Sindelfinger Gastwirt.

Engagement beim DFB

Einschneidend war ein Erlebnis im Rahmen des Internationalen Hallensportfests im Glaspalast Anfang der 90er Jahre. Herbert Bohr organisierte das seinerzeit herausragende Leichtathletik-Hallenmeeting, der Bierstadel übernahm die Bewirtung. „Ich bin im Glaspalast von einem Mitarbeiter einer Agentur angesprochen und gefragt worden, ob ich mir vorstellen könne, gemeinsam mit der Brauerei Bitburger als Partner bei Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Bier auszuschenken“, erzählt Hämmerle. „Ich habe sofort ja gesagt, ohne zu wissen, welcher Aufwand dahinter steckt, ob es sich lohnt und was alles zu tun ist.“ Im April 1993 bewirtete er beim Spiel gegen Ghana erstmals das DFB-Team, seither ist er ein fester Bestandteil des Service rund um das Nationalteam. Davon zeugen auch die zahlreichen Bilder und Trikots, die die Wände des Bierstadels zieren. Hier hängt ein Trikot der WM-Mannschaft von 2002, dort ein Trikot der EM-Mannschaft von 2008, da ein Bild mit Franz Beckenbauer, hier eine Fotografie mit Jürgen Klinsmann. Viele Dutzend Spitzensportler sind so im Bierstadel verewigt, etliche von ihnen haben in der Gaststätte auch gegessen. „Für mich war und ist das Engagement beim DFB eine unbezahlbare Werbung“, sagt Hämmerle.

Überhaupt sind es die Sportler, sowie die vielen vielen Stammgäste die dem Bierstadel seit je her die Treue halten. Die Wasserballer und die Badmintonspieler des VfL Sindelfingen gehörten zu den Gästen der ersten Stunde, ebenso die Handballfrauen.

Langsam, aber stetig bergauf

Trotz Wirtschaftskrise – bei Manfred Hämmerle ging es stets leicht, aber beständig bergauf in Sachen Gästen und Umsatz.

Einschneidend war für ihn das Jahr 2009. Manfred Hämmerle kaufte den Bierstadel. „Ich hatte eigentlich das Ziel, mit 60 in mein Haus in Spanien zu ziehen und dort vielleicht eine kleine Bodega am Meer aufzumachen. Jetzt muss ich wohl noch länger hier arbeiten“, sagt Hämmerle, der dabei aber einen vergnügten Eindruck macht. „Ich habe schon immer gerne gearbeitet. Es macht mir einfach Spaß.“

Die Mannschaft hinter Manne

„Einer alleine ist gar nichts. Es geht nur im Team.“ Das ist das Motto von Manfred Hämmerle, der alleine nicht in der Lage wäre, den Bierstadel zu betreiben. Und der alleine nicht in der Lage gewesen wäre, den Bierstadel über 30 Jahre hinweg zu führen. An erster Stelle ist dabei Silvia Schütt zu nennen, die seit 27 Jahren im Bierstadel fester Bestandteil, die ebenso lange im Privatleben die Partnerin von Manfred Hämmerle ist. Seit 16 Jahren ist Ines Gäckle im Service tätig, Köchin Doris Hartmann und Küchenmeister Peter Ehrmann sorgen hinter den Kulissen dafür, dass die Gäste stets aufs Neue mit den Bierstadel-Köstlichkeiten verwöhnt werden. Natürlich steht Manfred Hämmerle auch noch regelmäßig in der Küche, oder er kümmert sich im Restaurant um seine Gäste.

Download Sonderveröffenlichung:
35 Jahre Bierstadel – Sindelfinger Zeitung, im April 2016

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